„Kikerikie, Kikerikie, die Goldmarie ist wieder hie“

Im November d.J. gab es wieder eine Erfreuliche Nachricht für unseren Verein! Nach langem gutem Zureden und einem Schubs von der Mama, hat sich unsere Andrea der höchsten Musikerleistungsabzeichenprüfung gestellt und ist nun stolze Besitzerin des Leistungsabzeichen in Gold!
Liebe Andrea!
Herzliche Gratulation zur großartigen Leistung!
P.S. an den Verein: die Flöten führen jetzt schon eindeutig mit den Goldenen Abzeichen 😉
P.P.S. an die Flöten: wenn wir lauter spielen hört man euch trotzdem nicht…^^

Konzertfahrt nach Ungarn (28.09. – 30.09.2018) Briefe eines Musikers

Freitag 28.09.2018
Liebe Omi, Lieber Opi, Beste Mama, Liebster Papa und Allerliebste Tante Mitzi!
Ich hoffe es geht euch gut! Wie ihr wisst, ist ja der Musikverein eingeladen worden, bei Volksfesten der Partnergemeinden in Ungarn aufzutreten. Deswegen sind wir schon heute Mittag mit Vertretern der Gemeinde und einer Tanzgruppe mit dem Bus Richtung Ungarische Puszta gefahren. Wir sind, Gott sei Dank gut angekommen und hatten schon unseren ersten Auftritt bei einem Fest in Sásd. Jetzt sind endlich alle in unserer Unterkunft eingetroffen. Kaum zu glauben, wir schlafen wirklich in einer Burg, beziehungsweise einem alten Kloster. Und es gibt sogar eine Schlosskatze. Ich muss nun leider schlafen gehen, wir haben morgen wieder einen Auftritt.
Beste Grüße aus dem kalten Osten. Hab euch lieb!
Samstag 29.09.2018
Liebe Omi, Lieber Opi, Beste Mama, Liebster Papa und Allerliebste Tante Mitzi!
Ich hoffe es geht euch gut! Heute Morgen mussten wir früh aus den Federn um vor dem Fest in Geresdlak einer Burgführung beiwohnen zu können. Danach fuhren wir auch schon zum XII. Geresdlaki Gőzgombóc Fesztivál, zum Germknödelfest. Vor unserem ersten Auftritt, durften wir an den vielen Ständen ungarische Köstlichkeiten verkosten. Und stellt euch vor, da war nicht nur Gulasch dabei! So gestärkt lieferten wir eine solide Performance ab, ich glaube die Ungarn hatten eine Freude an unserer Musik. Das sollte ich zwar vielleicht nicht sagen, aber vor unserem zweiten Konzert durften wir im Haus des Bürgermeisters ungarischen Wein verkosten. Vor allem der Gemeindevertreter und die Tanzgruppe haben diesen sehr genossen.
Dafür lief der Auftritt später noch erstaunlich gut. Der Bus zurück zum Schloss ist erst spät in der Nacht gefahren, also mussten wir uns die Zeit am kleinen Rummelplatz und bei den Live-Konzerten vertreiben. Das war anfangs noch lustig, bis es unerträglich kalt wurde. Während ein Teil von uns im Speisesaal Spiele spielte, ruhte sich unsere Kapellmeisterin im Nebengebäude aus. Das war ein Kindergarten, den wir vorher zum Auspacken verwendet hatten. Dann ging es nach einem Feuerwerk und Baumkuchen wieder zurück in die Burg. Und ich glaube, ich kann nicht mehr weiterschreiben, ich glaube, ich hatte zu viel Wein…
Beste Grüße aus dem kalten Osten. Hab euch lieb!
Sonntag 30.09.2018
Liebe Omi, Lieber Opi, Beste Mama, Liebster Papa und Allerliebste Tante Mitzi!
Ich hoffe es geht euch gut! Heute geht es endlich wieder nach Hause! Aber nicht bevor wir alle Museen in Geresdlak gesehen haben und die Kultur kennengelernt haben. Laut unserer Führerin war anscheinend früher alles besser. Das stimmt vermutlich, damals gab es wahrscheinlich noch nicht so ein gruseliges Puppenmuseum wie heute. Aber psst – es gab wieder Wein und Schnaps um das alles zu verdauen. Jedenfalls haben wir jetzt alles gesehen und fahren wieder zurück in die Heimat.
Ich freue mich euch bald wiederzusehen. Noch ein letztes Mal liebe Grüße aus dem kalten Osten. Hab euch lieb!

Tag der Blasmusik in Raaba-Grambach

Wie jedes Jahr im Frühling ist unser Tag der Blasmusik in der Heimatgemeinde bei hochsommerlichen Temperaturen ein Pflichttermin. Schwitzend marschierten wir von Haus zu HAAAAALT STOPPPPP! In diesem Jahr fand der Tag der Blasmusik im Herbst statt. Und an dem Tag war es gar nicht so warm.
Trotzdem gingen wir im Gleichschritt von Haus zu Haus, angeführt von unserem Jung-Stabführer Christopher. Obwohl unser Verein mit vielen anderen Kapellen, was die Größe betrifft nicht zu vergleichen ist, ging sich auch unser Marschblock nicht am Gehsteig aus und wir mussten die Straße okkupieren. Jedes Auto, das uns dabei in den Weg kam, wurde gekonnt vom „Marketender“ Michi angehalten und um eine Spende gebeten. Sehr effektiv diese Taktik, sehr effektiv.
Auch dieses Mal wurden wir bei jedem Stopp reichlich mit einer Stärkung in fester und flüssiger Form versorgt. Ein Dankeschön an dieser Stelle für dieses herzliche Entgegenkommen. Eine große Ehre kam uns am Ende des Tages zuteil. In Grambach gaben wir unser Bestes um die Zuschauer mit einer Einlage in der Halftime Show beim dortigen Fußballspiel zu unterhalten.
Hoffentlich können wir uns im nächsten Jahr wieder so gut vor unserer Gemeinde präsentieren.

#Never too old

Unter dem Motto „lebenslanges Lernen“ stellten sich die „Oldies“ unseres Musikvereins im Sommer der Prüfung aller Prüfungen: dem Musikerleistungsabzeichen! Die Theorie wurde schon im Vorfeld mit Bravour abgelegt und jetzt hieß es nur noch: Ran ans Gerät und üben, üben, üben.
Wir gratulieren unserer „Seniorengruppe“ zur Bestandenen Prüfung in
Bronze
Elisabeth Maierhofer (Klarinette)
Wolfgang Oberberger (Posaune)
Silber
Thomas Maierhofer (Tenorhorn)
Da sieht man, dass man nie zu „alt“ für etwas ist und schon gar nicht, um ein Instrument zu lernen und sich da weiterzuentwickeln!

Klostermarkttage Stift Admont

Anfang August war ein besonderer musikalischer Ausflug mit dem Auftritt des Musikvereins anlässlich der Klostermarkttage im Stift Admont. Nachdem unser Obmann seit über 40 Jahren in Admont/Hall sowohl als Geschäftsmann, Bergsteiger und Musiker engste Kontakte pflegt, konnte eine Teilnahme zur Gestaltung des Konzertes am Sonntag vormittag mit dem Abt Mag. Gerhard Hafner O.S.B. und dem Kapellmeister der Musikkapelle Admont/Hall Hr. BA. Michael Reiter vereinbart werden.
Gemeinsam wurde die vom Abt gestaltete hl. Messe musikalisch vom Orgelspieler und unserer Musikkapelle umrahmt. Die Mächtigkeit der Stiftskirche und die kräftige musikalische Untermalung durch die Orgel haben die Musiker sichtlich beeindruckt.
Im wunderschönen Stiftspark wurde anschließend der erste Teil des Konzertes vom Musikverein Raaba-Grambach mit schwungvollen Evergreens und lateinamerikanischen Rhythmen gestaltet. Im zweiten Teil waren Polka und Marsch professionellst vom Gastgeber vorgetragen.
Die beiden Kapellmeister Michael Reiter und Tsai-ju Lee vereinigten die beiden Musikkapellen zu einer großartigen Einheit und begeisterten das Publikum mit gekonnt vorgetragenen Märschen.
Nach einem gemeinsamen Essen zwang jedoch eine plötzliche Wetteränderung mit Starkregen unsere Musiker und ihre Instrumente in den sicheren Reisebus zu flüchten um wohl oder übel die Heimreise anzutreten. Die vom Obmann geplante Besichtigungsfahrt in die nähere Bergwelt des Gesäuses konnte leider nicht mehr durchgeführt werden.
Dieser Ausflug ist sicherlich als Beginn einer musikalischen Freundschaft zwischen den beiden Musikkapellen zu sehen. Eine Einladung der Musikkapelle Admont/Hall zu uns nach Raaba-Grambach werden wir bei passender Gelegenheit sicher aussprechen und freuen uns auf ein weiteres Treffen zum gemeinsamen Musizieren.

Unsere Tradition

Das hat Traditionspotenzial. Der Musikverein Raaba-Grambach beim Pfarrfest in St. Peter. Wie jedes Jahr fädelten die Maierhofers den Auftritt ein. Wir durften die Messe gestalte und dann sozusagen als Vorband für die Tanzmusik fungieren. Die Messe dürfte ein wenig „holprig“ gelaufen sein, wenn man sich danach die Gesichter der Musiker anschaute. Die Schlagzeuger genossen währenddessen  den schönen Sommervormittag mit einem Schläfchen in der Sonne und naschten am Kuchenbuffet. Dann war es für das gesamte Orchester soweit. Die Patzer mussten mit einem krachenden Frühshoppen wieder wettgmacht werden. Soweit ich das aus der letzten Reihe beurteilen konnte, gelang uns das grandios. Wir fetzten von einem modernen Klassiker zum nächsten um die Stimmung aufzuheizen. Zwischendurche garnierten wir unsere Vorstellung mit ein paar Polkas und Märschen. Zur Mittagszeit, als sich dann der Hunger bemerkbar machte, räumten wir unsere Plätze und freuten uns auf die verdiente Mahlzeit. Pfarrfest St. Peter – wir kommen wieder. Das hat Tradition.

Das Jahr der Debütanten

Dieses Parkkonzert sollte für so manche Musiker ein ganz Großes werden. Unser Nachwuchs feierte sein Debüt. Mit viel Herz und Engagement studierten wir mit den „Kleinen“ zwei Stücke ein, die dann beim Konzert präsentiert wurden. Auch eine altbekannte Musikerin feierte ein Novum! War es zuerst nur geplant, dass sie auf Ihrem neuen Instument (Anm. Der Redaktion: es handelt sich hierbei um das Alt-Sax) die Stücke mit dem Nachwuchs spielt, hat sie sich dann schließlich dazu freiwillig zwingen lassen gleich das gesamte Konzert darauf zu spielen. Und das sogar noch mit gelungenem Solo!
Das gab auch der „alten“ Garde Schwung und so wurde es zum Konzert der Leidenschaft. Vorne mit dabei, unser „Wettergott“ und im Nebenberuf Obmann: Wolfgang, der wie jedes Jahr die Wolken wo anders abregnen ließ. Belohnt wurde er mit einem jazzigen „Summertime“.Die Musiker der Zukunft hatten viel Spaß beim Musizieren und der Musikverein ebenfalls mit unserem Nachwuchs. (Edit: wenn sie das lesen konnten/oder werden sie sich schon vom zweiten Auftritt überzeugen: das Jahreskonzert, das sie gerade besuchen). Dabei wurde nicht nur musiziert sondern den „Kleinen“ wurde schon die Verantwortung des „Keksverkaufes“ aufgetragen, die sie gerne und bravurös übernahmen.
Auf eine lange, lustige Musikerfreundschaft.

Peroj ganz privat: Auszüge aus den geheimen Tagebüchern unserer MusikerInnen!

Do, 31.05. Auszug Caro:

Liebes Tagebuch,

nach dem geistlichen Teil des Tages (Fronleichnamsprozession) wurde ich endlich von Robert abgeholt. Gott sei Dank bin ich mit ihm mitgefahren!! Haha. Wir hatten den Einfall eine Challenge zu machen. Wer hält es länger aus den Hit „I’m gonna be (500 Miles)“ von den Proclaimers anzuhören? Letztendlich hörten wir den Song den ganzen Weg nach Kroatien, also gefühlte 1000mal. Und das witzigste daran! Selbst nach 4 Stunden nur ein Lied, konnten wir die 2. Strophe noch immer nicht mitsingen. HAHA. Das einzige was nicht so toll war, dass wir erst so spät ankamen… Aber zum Glück waren alle Zelte schon aufgestellt. Oder zumindest fast alle! So jetzt geh ich noch schnell telefonieren und dann aber ab ins Bett!

 Fr, 1.6. Auszug Wolfi

Liebes Tagebuch,

die spinnen alle hier! Bei der ersten Probe am Vormittag -ja du hast richtig gehört! Die Wahnsinnigen wollen die ganze Zeit proben- haben wir herumgeturnt und singen müssen[1]. Bäh… In der Mittagspause sind die anderen zum Strand. Leider habe ich meine Zahnbürste und sonst so ziemlich alles vergessen, was man eigentlich im Urlaub so brauchen könnte. Jetzt habe ich durch die Gegend fahren können, um ein Geschäft zu finden, wo ich meine Sachen kaufen konnte und das ist wirklich nicht so leicht in Kroatien. Wie ich wieder zurück war und die anderen am Strand gefunden habe, haben wir auch schon quasi wieder rauf müssen. „Wir haben heute am Abend auch noch eine Probe“, haben sie gesagt.

De facto war mein Ansatz danach zum Kübeln. Die Pizza dafür bei Asterix war wieder einsame Spitze! Jetzt bin ich ziemlich voll.

 Sa, 2.6. Auszug Kathrin

Liebes Tagebuch,

es war heute wieder sehr spannend! Wir hatten wieder zwei Proben, wo wir sehr konzentriert gearbeitet und gesungen haben. Oder sollte ich eher sagen, Katzen mit ihrem Gejammer können bei unserem Gesang nicht mithalten. 😀

Kathi hat mich heute wo rein gelassen. Ursprünglich hatte ich das Saxophon ja nur mitgenommen, um die Stücke mit dem Nachwuchs darauf spielen zu können. Auf einen Kommentar von mir, dass die Flötenstimme so einfach wäre, hat Kathi so gemeint, dass ich es mit dem Saxophon spielen soll, wenn ich will!

Resultat: Jetzt spiele ich alle Stücke mit dem Saxophon, obwohl ich erst seit kurzem Unterricht gehe. HAHA. Kathi hat sogar damit ich gleich üben kann aus der Partitur alles mit der Hand rausgeschrieben! Jetzt habe ich die Noten zwar, kann es aber nicht lesen, da sie alles so klein dazu gekritzelt hat. Aber in Graz bekomme ich dann neue. Dann geht’s hoffentlich auch leichter.

So, 3.6. Elisabeth

Liebes Tagebuch,

Gott sei Dank sind alle vom Verein wieder heimgefahren. Jetzt kann ich wieder in Ruhe zusammenräumen. Und der ganze Wein ist auch weg. Jetzt genieße ich einmal die Stille… oder auch nicht…Thomas ruft mich wieder. Muss jetzt wieder weiter.

[1] Anmerkung der Redaktion: Es handelte sich hierbei um Aufwärmübungen für die richtige Atmung und sollte auch bezwecken, dass die letzten Schlafmützen munter waren.

Schlossbergbezwingung

Zu Muttertag, zu Muttertag,
ist der Auftritt, den nicht ein jeder mag.
Schon allzu früh mussten wir auf,
ging es doch heute auf den Schlossberg rauf.
So hieß es dann: Hab Acht!
Da ist der letzte auch aufgewacht.
Mit Lift gings zum Uhrturm dann,
wo man auf die Politik im Schatten warten kann.
Mit ihnen dann im Schlepptau zur Bastei,
war es für uns dann schon wieder fast vorbei.
Musste doch einer unserer Musiker schnell von dannen,
da er auf die rechtzeitige Ankunft am Bahnhof hat zu bangen.

Konzertwertung 2.0

Eingefleischte Fans des MV Raaba-Grambach werden sich nun fragen, wie das nur kommen konnte!
Ja, unsere MusikerInnen, oder naja, eigentlich mehr unsere Kapellmeisterinnen waren so motiviert, dass sie gleich nach der letzten Konzertwertung im November beschlossen hatten, wieder bei einer Konzertwertung teilzunehmen. Diesmal aber in unserem Bezirk, was einiges für alle leichter machte.
So wurde wieder geprobt und gefeilt und die musikalische Leitung hatte sichtlich auch Spaß daran, den Leuten die Umsetzung des gefürchteten Wortes „Intonation“ einzutrichtern.
Am Tag der Konzertwertung zeigten sich dann die Früchte unserer Arbeit. Die drei Wertungsstücke (St. Antoni-Choral; Hannukah Festival, Journey through the Highlands) gingen sehr gut, obwohl wir wieder einmal viel zu früh in der Früh dran waren, würden 28wir es doch eher präferieren ein bisschen später an die Reihe zu kommen, wo dann der Kaffee bei vielen MusikerInnen zu wirken beginnt. Sogar hoher Besuch aus München war anwesend, um uns zumindest seelisch zu unterstützen wenn er schon nicht mitspielen konnte.
Letztendlich wurden wir von der Jury für unsere Leistungssteigerung gelobt, obwohl wir weniger Punkte bekamen für die Wertung als im Herbst. Diese Logik soll einer verstehen. Wir waren auf jeden Fall sehr zufrieden.